Trockenhänge in der Hohenlohe

Der landesweite Biotopverbund soll bis 2030 auf 15 % der Fläche Baden-Württembergs Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten verbinden.

Trockenmauern prägen nicht nur die Ästhetik der Hohenloher Landschaft, sondern sind auch wichtige Lebensräume für verschiedene Pflanzengesellschaften und charakteristische mitunter seltene Tierarten.

Von April bis Mai blühen in den alten Weinbergen des Hohenlohekreises oft Wilde Tulpe (auch Weinbergstulpe), Acker-Gelbstern und Traubenhyazinthe. Die Geophyten[1] verwandeln jedes Frühjahr die Rebflächen in ein zart duftendes blau-gelbes Blütenmeer.

Trockenhänge in der Hohenlohe

Wo sich die beiden Zwillingsflüsse Kocher und Jagst tief in den Muschelkalk eingegraben haben, liegen Kalkmagerrasen, blumenbunte Wiesen, Steinriegel und Trockenmauern wie Perlen auf einer Kette aufgereiht. Hier liegt seit den frühen 1990er Jahren der Arbeitsschwerpunkt der Landschaftspflege.

Weltweit sind allein 2 Millionen Arten erfasst, Schätzungen gehen von 3 bis 110 Millionen aus. Davon leben in Deutschland 20.000 Pflanzen und 40 bis 50.000 Tierarten zumeist im Verborgenen. Doch schleichend schwindet deren Zahl: Flächenanspruch und Nutzungsintensität durch Siedlung, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft zeigen unübersehbar ihre Folgen.

Europaweit gelten rund 3.000 Pflanzen als bedroht. Um dem steten Schwund an Arten und Lebensräumen entgegenzuwirken, wurden europaweit Schutzgebiete ausgewiesen, sogenannte Natura 2000-Gebiete.